Solarpark bei Senftenberg - Weltgrößtes Solarkraftwerk mit 166 MW

 

Canadian Solar hat Solarmodule für den größten zusammenhängenden Solarkomplex der Welt im südlichen Brandenburg geliefert. Mit einer Gesamtleistung von 148 MW tragen der kanadische Solarmodulhersteller und seine beiden Partner Saferay und GP Joule den Löwenanteil der 166-MW-Anlagenleistung bei.

Die Auftaktfeier mit Ministerpräsident Matthias Platzeck fand auf den Flächen des von Saferay umgesetzten Solarkraftwerks Senftenberg II/III statt, die mit 78 MW den Kern der Gesamtanlage darstellt. Seit August produziert das Solarkraftwerk grünen Strom für rund 50.000 Haushalte.


Deutschland mit seiner Globalstrahlung auch für Großprojekte geeignet

Ministerpräsident Platzeck dankte in seiner Eröffnungsrede den beteiligten Unternehmen und sagte: „Solare Großkraftwerke wie die Anlagen in Senftenberg und Schipkau spielen eine wichtige Rolle für die Deckung des Energiebedarfs von Deutschland und beschleunigen die angestrebte Energiewende. Brandenburg ist im Vergleich zu anderen Bundesländern führend beim Ausbau und bei der Förderung erneuerbarer Energien, wie die zweimalige Auszeichnung mit dem Leitstern als ‚Bestes Bundesland bei erneuerbaren Energien‘ belegt.“

Das Solarkraftwerk sei ein Beispiel dafür, dass der Standort Deutschland mit seiner Globalstrahlung auch für Projekte in diesen Dimensionen geeignet sei – eine Einschätzung, die auch Senftenbergs Bürgermeister Andreas Fredrich teilt: „Aufgrund hoher Sonneneinstrahlung, der Vielzahl ehemaliger Tagebauflächen sowie ausgebauter Energienetze ist unsere Region ein idealer Standort für große Photovoltaik-Anlagen.“


Solarparks werden zur Verdienstquelle für Kommunen

Der CEO von Canadian Solar, Dr. Shawn Qu, stellt einen weiteren Punkt heraus, der für viele Kommunen von großer Bedeutung ist: „Städte und Gemeinden profitieren nicht nur von der Entlastung der Umwelt, sie erzielen auch Gewerbesteuereinnahmen durch Solarparks – oder erhalten im Falle des Eigenbetriebs selbst die Vergütung.

Zudem wirken sich Projekte wie dieses positiv auf die heimische Wirtschaft aus. Die meisten Bau- und Betriebsführungsaufträgen gehen an lokale Unternehmen. Wir sind daher sehr froh, einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung Brandenburgs geleistet zu haben.“
Finanzierung erfolgte über drei deutsche Banken

Die Anlage Senftenberg II/III wurde auf 200 Hektar Fläche des ehemaligen Tagebaus Meuro in drei Monaten errichtet - die Flächen selbst sind im Besitz der Agrargenossenschaft Großräschen eG – und besteht aus 330.000 kristallinen Solarmodulen.

"Mit dem Projekt Senftenberg zeigen wir, dass Photovoltaik-Großkraftwerke schneller zu entwickeln und zu realisieren sind als alle anderen Kraftwerkstypen. Schon heute können wir so selbst in einem Land mit weniger Sonnenstunden wie Deutschland Strom günstiger produzieren als zum Beispiel mit Offshore-Windkraft“, so der Geschäftsführer der Saferay GmbH, Dr. Marko Schulz.

Die rund 150 Mio. Euro umfassende Finanzierung des Vorhabens erfolgte über drei deutsche Banken. Investor und Betreiber des Projekts ist zu rund zwei Dritteln das Unternehmen Saferay selbst.
 

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