Ein Hybridkollektor vereint die solare Wärmeerzeugung durch den gleichzeitigen Einsatz der Wärmeträger Wasser und Luft in einem Kollektor. Er ist also gleichzeitig Wasserkollektor und Luftkollektor. Beide Medien haben ihre Eigenheiten:
Wasser
... wärmt sich langsam auf, kühlt jedoch ebenso langsam wieder ab, hat also im Vergleich zu Luft eine höhere Wärmespeicherkapazität. Wasserkollektoren werden eingesetzt zur Erwärmung von Brauchwasser im Haushalt und zur Wärmespeicherung in Kombi- oder Pufferspeichern. Die Warmwasserbereitung steht während der sonnenstrahlungsreichen Sommermonate im Vordergrund.
Luft
... erwärmt sich wesentlich schneller (5000 mal) als Wasser, kühlt jedoch auch schneller ab. Luftkollektoren werden eingesetzt zur Beheizung von Gebäuden. Die Heizungsunterstützung durch Warmluft steht während der Wintermonate im Vordergrund.
Das Fazit:
Da die Kraft der Sonne in den Wintermonaten nicht genügt, das Brauchwasser auf die geforderten Temperaturen zu erwärmen, erbringt ein Wasserkollektor im Winter nur wenig Leistung. Im Sommer ist eine Beheizung des Hauses z.T. nicht erforderlich, die Luftkollektorleistung wird nicht nachgefragt. Daher erbringt ein Hybridkollektor durch den ganzjährigen Betrieb mehr Betriebsstunden und demzufolge auch wesentlich mehr Leistung.
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